Donnerstag, 18 Januar 2018

Rote Teufel am Bölle in vier Akten

Geschrieben von: James Cagney, Kategorie: SV98 Aktuell, SV98 Historisch, Tags 1_FC Kaiserslautern 2_Bundesliga Heimspiel Saison 2017-2018 SV Darmstadt 98 Vergangenheit, Aufrufe: 1196

#D98FCK

Rote Teufel am Bölle in vier Akten

Gleich im ersten Spiel nach der Winterpause geht es am Mittwoch um die Zweitligaklassenerhaltswurst. Schließlich empfängt der auf dem Relegationsplatz notierte SV Darmstadt 98 das Tabellenschlusslicht 1. FC Kaiserslautern. Blättert man in den Geschichtsbüchern, muss den Lilien vor dem wichtigen Duell nicht bange sein, denn noch nie konnten die Erben von Fritz Walter den südhessischen Tempel an der Nieder-Ramstädter Straße erobern. Als Motivationsspritze blicken wir daher auf die bisherigen vier Gefechte am Bölle zurück.

Kapitel 1: Turbulentes Debüt auf der Spielwiese und auf den Rängen

02. September 1978: Es ist die sogenannte gute, alte Zeit der Bundesliga. Volkswagen kutschierende Wölfe, Energy-Drinks vertilgende Bullen und Software verbreitende Kraichgauer halten sich glücklicherweise entweder in der Anonymität bedeckt oder sind noch lange nicht aus der Retorte gestampft. Stattdessen bevölkern Traditionalisten wie Ruhrpottzebras, Niedersachsenlöwen, Cheruskerfürst-Nachkommen, Franken-Clubberer oder eben Rote Teufel (heutzutage allesamt 98er-Konkurrenten ein Stockwerk tiefer) das deutsche Kickoberhaus. Dank einer unvergessenen Zweitligasiegesserie im Frühjahr tritt der SV98 im Sommer 1978 erstmals in diesen erlauchten Elitärkreis ein.

Während den drei Eröffnungspartien kassieren die Schützlinge von „Lilienkönig“ Lothar Buchmann in der ersten Hälfte kein einziges Gegentor und führen sogar 1:0 beim Geißbock –seines Zeichens amtierender Deutscher Meister. Aber beim Kehraus des einleitenden Matchterzetts steht nur ein magerer Punkt in der Bilanz, weswegen der Aufenthalt im Ligakeller gleich reglementiert ist. Am vierten Spieltag kommt es zum Highlight gegen den 1. FC Kaiserslautern, der unter der Regie von Kulttrainer Kalli Feldkamp wieder an die 1950er-Triumphe der legendären Walter-Elf anzuknüpfen scheint und zur internen Erstausgabe als stolzer Klassenprimus das mit 25000 Zuschauern prächtig gefüllte Bölle beehrt – auch weil Ronnie Hellström (Nationalkeeper des schwedischen Dreikronenteams), Hans-Peter Briegel (die Walz aus der Pfalz), „Spargeltarzan“ Hannes Bongartz und Goalgetter Klaus Toppmöller (zwei Jahre nach seinem Ferrari-Unfall, als er nach dem Crash siebzehn Stunden orientierungslos durch Wald und Wiesen umherirrte) auf dem Zenit ihrer Karriere agieren.

Bevor Schiedsrichter Werner Burgers den bis dato brach liegenden Südwestschlager anpfeift, kommt es auf den Rängen zu einer etwas anderen Auseinandersetzung der derberen Art. Nachdem sich die Lilienfans wegen quakenden Fröschen schon im ersten Heimspiel gegen eine alte Berliner Dame an die raue Bundesligaluft gewöhnen konnten, möchten auch die „Tramps vun de Palz“ eine Duftmarke platzieren und die Gegengerade stürmen. Doch kurz darauf steht ihnen das Wasser bis zum Hals, weil der  importierte „G.I.“ – James in die Rolle von Spartaner-Chef Leonidas schlüpft und den 300 abwehrbereiten Heinerkohorten vorsteht,  die ihren Standort kompromisslos verteidigen und das klägliche Annektierungsbestreben im kollektiven Verbund abschmettern. Ähnlich erfolgreich wie ihre Anhängerschaft liefert auch die 98er-Mannschaft auf dem grünen Rasen eine adäquate Paroli ab. Unmittelbar vor dem Halbzeitgong testet Rainer Geye unerlaubt die Reißfestigkeit des „Dugena“-Trikots von Willi Weiß und Kurt „Kuddle“ Eigl zirkelt in Vertretung des verletzt passenden Walter Bechtold den fälligen Freistoß aus achtzehn Metern Entfernung gefühlvoll respektive für Hellstöm unhaltbar in die Maschen.

Doch wie bereits in den Begegnungen zuvor wendet sich nach dem Seitenwechsel das Blatt zu Gunsten des Favoriten. Das leider jeweils mit Anfang Sechzig viel zu früh verstorbene Duo Hannes Riedl / Josef Pirrung dreht das Ergebnis in ein 2:1 pro FCK, ehe die packende Schlussphase anbricht und dem Sportverein ein kleines Elfmeterstakkato beschert. Zunächst scheitert Weiß noch an Hellström, doch den zweiten Strafstoß verwandelt Jürgen Kalb bombensicher zum 2:2. Und hätte Hans-Günter Neues in den finalen Minuten nicht gleich doppelt auf der Linie gerettet, wäre der Überraschungscoup perfekt gewesen. So bleibt es beim Unentschieden, das bei der Endabrechnung weder hüben wie drüben weiterhilft. Kaiserslautern verpasst trotz langer Behauptung vom Platz an der Sonne die Salatschüssel und die Lilien nisten sich postwendend wieder in Liga Zwei ein.  

Kapitel 2: Persische Irrfahrten vor und nach dem Pokalsahnehäubchen

29. September 1979: Trotz des 98er-Abstiegs treffen sich die „neuen“ Widersacher schon dreizehn Monate nach der Uraufführung wieder am Bölle, weil der Sportverein im DFB-Pokal mit einem 2:1 an der Roomersheide von Westfalia Weitmar (Bochumer Stadtteilklub, den nicht einmal Herbert Grönemeyer kannte) den ersten Stolperstein beiseite räumt und sich bei der Zweitrundenziehung für ein attraktives Heimspiel bewirbt. Die Los-Fee erfüllt den Wunsch und schickt den 1. FC Kaiserslautern in die südhessische Residenzstadt. Zwar besitzen die Pfälzer auf der Bundesligabühne anders wie in der Vorsaison diesmal keine reelle Meisterschaftschance, sind aber fortan in der erweiterten Spitzengruppe involviert und gelten selbstredend immer noch als 1-A-Adresse. Dagegen stecken die Lilien mit ihrem neuen Trainer Jörg Berger, der wenige Monate zuvor nach einer waghalsigen Flucht über die Partisanenschluchten des Balkan dem DDR-Regime entkam und beim SV98 seine erste Übungsleiterstelle im Westen antrat, im grauen Mittelmaß der Zweiten Liga fest und sind von einem sofortigen Wiederaufstieg so weit entfernt wie Liz Taylor von einem Keuschheitsgelübde. Auch die Generalprobe (schmuckloses 0:0 am Fürther Ronhof) verspricht nicht unbedingt eine entfesselte Offenbarung in dem separat gegliederten Wettbewerb.

Doch pünktlich zum Kick-off wirft der Sportverein alle Scheuklappen auf die Müllhalde. 11000 ihren Obolus entrichtende Zeitzeugen trauen ihren Augen nicht, wie der Underdog den teuflischen Protegé bei den Hörnern packt und ins südhessische Fegefeuer schickt. Liberolegende Walter Bechtold (saftiger Strahl aus 22 Metern) in seiner letzten von acht und Knipser Horst „Hotte“ Neumann in seiner ersten von nur zwei blau-weißen Saisons legen bis zur Pause ein 2:0 vor und lassen nicht nur das begeisterte Publikum, sondern vor allem den gestressten Jörg Berger frohlocken. Seit zwei Wochen pendelt der „Auswanderer“ täglich zwischen Darmstadt und Köln, um in der dortigen Sporthochschule für die Fußballlehrerlizenz zu büffeln. Trotz der immensen Reisekilometer hat er seine Mannschaft perfekt eingestellt, was sie auch nach dem Wiederbeginn eindrucksvoll demonstriert.

Dieter Rudolf bewahrt gegen die verzweifelt und konzeptlos angreifenden Gäste seine Farben vor einem drohenden Anschluss, ehe Alfred Seiler (geschrieben mit „E“ wie Emil und nicht mit „A“ wie Anton, daher weder verwandt noch verschwägert mit der späteren 98er-Bartikone Toni) sowie Heinz-Rudolf Weiler das Resultat auf ein sensationelles 4:0 schrauben und das Bölle in ein Tollhaus transformieren. In den Annalen ist dieser Paukenschlag als Höhepunkt einer zweitklassigen Biedermannsaison archiviert, die im tabellarischen Niemandsland mündet. Das DFB-Pokal-Abenteuer endet im Achtelfinale. Nachdem die Lilien gegen Fortuna Köln eine weitere Hürde mit Bravour überspringen (7:2), platzen beim großen Bruder der Löring-Jünger namens Effzeh jegliche Endspielträume (1:3 in Müngersdorf).   

Ob ein gerade mal achtzehn Lenze auf dem jungen Buckel transportierender Fan das überraschende Scheibenschießen gegen Lautern in seinem Hinterstübchen registriert hat, muss allerdings bezweifelt werden. Der mit persischen und ostfranzösischen alias saarländischen Wurzeln (identische Geburtsstadt wie SED-Chef Erich Honecker) behaftete „Nachwuchshooligan“ spürt an diesem Septembersonnabend am eigenen Leib, was der altgriechische Dichter Homer schon ca. 27 Jahrhunderte zuvor mit seiner Odyssee auf die Hieroglyphentafeln kritzelte. Die Tortur beginnt mit einer durchzechten Five Card Draw – Pokernacht, der sich ein ausgiebiger Frühschoppen in der Kultkaschemme Linie 8 anschließt. Nach Pi mal Daumen zwanzig verkonsumierten Hütchen entscheidet er sich, inklusive seinem frisch erworbenen Führerschein per PKW zum Pokalfight Richtung Bölle zu düsen. Doch die uralten Nebenwirkungen des Asbachs fordern rasch ihren Tribut. Ungeachtet von Muttersprachen- und Wegsteuerungsverlust brummt der Schah-Zögling mit Karacho gegen eine Mauer und streift sich vor der erbost nahenden Gendarmerie die Klamotten von Richard Kimble über. Tatsächlich gelingt irgendwie die vernebelte Bus- und Ellebembel-Flucht nach DA ins Stadion und schließlich wieder zurück in die vorstädtische Heimat. Diesmal aber in den baumlosen Ortsteil Hahn und zwar exakt in die abgelegene Kneipe „Rheinluft“, wo ihm voller Mitleid Asyl gewährt wird. P.S. Wie durch ein Wunder erleidet der Protagonist nicht mal einen Kratzer, sondern darf dank Abspielen des Boney M – Uhrwurms „Daddy Cool“ sogar den „Lappen“ behalten. Gerüchten zu Folge soll er heutzutage immer noch rund um den Woog sein Unwesen treiben…

Kapitel 3: Nulldiät bei Fritz Walter – Wetter

03. Oktober 1981: Zwei weitere Jahre verstreichen, bis der 1. FC Kaiserslautern wieder vom Betzenberg hinunter klettert, um seine dritte Stippvisite am altehrwürdigen Bölle zu verrichten. Der SV98 hat mit Trainer Werner Olk zum zweiten Mal in seiner ruhmreichen Historie ein blau-weißes Appartement im Bundesligawohnzimmer angemietet, wo die Pfälzer weiterhin ihr Dauerabonnement pflegen. Der Austragungstermin wird eine Dekade später als Tag der Deutschen Einheit deklariert. Einheitlich zeigen sich die beiden Opponenten aber schon 1981 – und zwar bezüglich der dargebotenen mageren Leistungen. Dabei spielt die äußeren Bedingungen eigentlich Lautern in die Karten. Gemäß dem Lieblingswetter des größten Vereinshelden gießt es über Südhessen aus Kübeln. Doch wenn Fritz Walter geahnt hätte, dass seine „Enkel“ auf dem vom ihm so bevorzugten pitschnassen Geläuf (die im Berner Wankdorf waidwunden Magyaren konnten 1954 ein aus ihrer Sicht bitteres Lied darüber singen) eine solch enttäuschende Performance abliefern, wäre sein Anliegen bei den Vorgängern von Jörg Kachelmann wohl anders ausgefallen. Der favorisierte FCK fahndet vor nur 13000 und als Umbrella-Armada kostümierte Zuschauern für die Katz nach profitablen Mitteln, um den kampfstarken Hausherr aus den Angeln zu heben.

Derweil schaukelt der SV98 aufgrund zweier zuvor gegen den KSC und in Braunschweig eingehandelten deftigen Pleiten das Spiel als Schicksalspartie hoch. Coach Werner Olk riskiert einiges und verbannt mit Stammkeeper Dieter Rudolf und Mittelfeldlenker Willi Weiß zwei Routiniers auf die Ersatzbank, weshalb Frank Berlepp zwischen den Pfosten und später auch der vom Kap der Guten Hoffnung stammende Glenn Jordens ihre Bundesligapremieren feiern. Berlepp hält seinen Kasten sauber und Dauerrenner Oliver Posniak neutralisiert den Lauterer Regisseur Hannes Bongartz, der sich seinem 30. Geburtstag sicherlich angenehmer vorgestellt hat. So fließt in dem höchst überschaubaren Vergleich ein schiedlich-friedliches torloses Remis in die Chronik, das aber ein dreiviertel Jahr später nichts am erneuten Abstieg des Sportvereins ändert. Auch die FCK-Fans kommen nicht zur Entfaltung und jetten ohne Dampfablassen zurück an den pfälzischen Herd, auf dem zur Aufstockung des Kalorienvorrats heiße Grumbeersupp und fetter Saumagen köchelt und brutzelt. Schließlich sind sie ausgemergelt, weil am Bölle ein kurz zuvor auf der Gegengerade hingezauberter Trennzaun eine Keilerei verhindert. Tja, Darmstadt ist halt nicht Issos und man schreibt ja das Jahr 1981 und nicht 333 vor Christi.   
Übrigens: Ungeachtet des 0:0 kann der FCK an diesem Tage seinen einzigen Sieg in Darmstadt verbuchen. Im Vorspiel des Bundesligafights bezwingen die Lauterer Grazien und Amazonen die Damenabteilung des TSV Eschollbrücken in einer wahren Schlammschlacht 2:1. Aber bei allem Verständnis für den femininen Aktionismus im Umgang mit dem runden Leder: Dieser Score mag fördernd für das pfälzische Weiblichkeitsselbstwertgefühl sein, berechtigt allerdings nicht mal zu einer Randnotiz in irgendwelchen Almanachen…  

Kapitel 4: Durchmarschmärchen nimmt Konturen an

02. Mai 2015: Fast 34 Jahre schieben SVD und FCK das vierte Bölle-Scharmützel in einer schier endlos langen Warteschleife vor sich her. Dann sorgt die Mixtur aus überproportionierter blau-weißer Renaissance und schleichendem rot-weißem Niedergang für ein Comeback des Südwestduells  in Liga Zwei. Am viertletzten Spieltag bittet der heimische Aufsteiger als Tabellenvierter mit vier Punkten Rückstand den anrollenden Ranglistenzweiten (dazwischen ist der KSC als Sandwich eingebettet) zum heißen Tanz um ein Verfrachtungsticket in die Beletage der kickenden Creme de la Creme. Eine Woche zuvor hat der Sportverein eine bittere Dämpferpille geschluckt und verliert aufgrund eines Last Second – Einschlags des aufgerückten Goalies Fabio Coltorti ausgerechnet im sächsischen Bullenland beim Traditionsklassenfeind Nummer Eins. Aber Coach Dirk Schuster richtet seine Mannen vor dem Wegweiserkracher wieder auf und scheut bei der Startelfnominierung auch nicht vor unpopulären Maßnahmen. Der eigentlich als Sturmregent No. 1 fest verankerte Dominik Stroh-Engel muss nach wochenlanger Einlochflaute abdanken und den Offensivthron einem neuen König überlassen, dessen Majestätsbezeichnung sogar in seinem Personalausweis hinter dem Vornamen Ronny protokolliert ist. Eine zu diesem Zeitpunkt weiser Machtwechsel, wie sich später bestätigen soll…

Zunächst einmal geht der Schuss nach hinten los. In der „verflixten“ 13. Minute rutscht eine Ecke von Kerem Derimbay zur Lauterer Führung direkt ins Netz. Doch die Lilien reagieren wie ein angeschlagener Boxer und setzen eine großartige Antwortlawine in Bewegung. Nach einem Foul an Marcel Heller deutet Referee Wolfgang Stark auf den Punkt und Romain Bregerie streichelt den Elfer links unten ins Gehäuse. Es ist das letzte Tor des Franzosen im blau-weißen Dress vor seiner sportlichen Weiterfahrt in einem verschanzten Audi (jetzt ist er ja zurück in seiner alten Heimat und könnte am frühen Mittwochabend mit einer Bude gegen den gleichen Gegner den Kreis schließen). 150 Sekunden nach dem Ausgleich bebt das Bölle erneut. Das Vertrauen von Dirk Schuster wird belohnt, denn Ronny Königs Hammer passt exakt ins Ziel (erstes und einziges Tor für den SV98). Noch vor der Pause krönt Hanno Behrens den Zwischenspurt und erhöht auf 3:1.
Im zweiten Durchgang blasen die Pfälzer zur Aufholjagd, doch die Defensivstabilisatoren der Heiner werfen sich mit ihrem Leibern jedem Abschluss entgegen. Es scheint schon ausgestanden, da gleitet Christian Mathenia nach einem Freistoß von Kevin Stöger kurz vor Ultimo die Pille durch die Finger. Noch sind zwei Minuten auf der Uhr und 240 Sekunden Extratime werden dazu addiert. Diese sechs Minuten verursachen gefühlte 1898 Herzstillstände im Nervenstressrund des Bölle. Erst recht, als Torwart Marius Müller (ohne Westernhagen-Zusatz) in den 98er-Strafraum eilt und das Leipziger Deja-vu-Damoklesschwert imaginär über dem Bölle schwebt. Doch diesmal hat Fortuna das richtige Gunstgefühl und erlöst das bibbernde Volk mit dem Schlusssignal.

Durch den 3:2-Sieg kraxelt der Sportverein im Ranking am KSC vorbei, bei dem man am Folgespieltag zum zweiten Topphit en block gastiert. Dank Marcel Hellers unnachahmlichen Konter-Slalomlauf kann Tobi Kempe zum 1:0 im Wildpark einschieben und initiiert die nächste blau-weiße Orgie, zumal der FCK erneut patzt und deshalb die direkte Aufstiegsposition betoniert ist. Auch das 0:1 in der Vorschlussrunde am Fürther Ronhof wirft die Lilien nicht mehr aus der Bahn, weil beim großen Hitchcock-Showdown gegen St. Pauli Tobi Kempes Freistoßvirtuosität das Durchmarschwunder perfektioniert, während Lautern auf der goldenen Ananasstufe Vier festklebt und seitdem immer kleinere Brötchen backt.

Heutzutage tragen die Roten Teufel die gleichfarbige Laterne und sind so akut wie nie zuvor in ihrer größtenteils glanzvollen Vergangenheit erstmals von der Drittklassigkeit bedroht. Aber auch der auf Relegationsplatz Sechzehn kauernde Sportverein steht natürlich nach der vor der Winterpause erhaltenen Hypothek von einem sieglosen Matchdutzend mit dem Rücken zur Wand respektive in der Pflicht zu punkten. Dirk Schuster wird sich bestimmt gerne an den Mai 2015 erinnern und es schon richten, dass der SV98 wieder auf der Erfolgsspur einbiegt und Lautern auch bei seinem fünften Bölle-Gastspiel umsonst nach einem „Dreier“ geifert. Mit vorsichtigem Optimismus haben wir deshalb für kommenden Mittwoch  schon den Titel für die nächste SVD vs. FCK – Story kreiert:             

Kapitel 5: Blau-Weißer Befreiungsschlag zum Jahresauftakt

(Folgt noch)


In diesem Sinne
BWG

 

 

 

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James Cagney

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Einige behaupten, er könne alle Tore des SV98, deren Schützen und die korrekte Spielminute in historischer Reihenfolge aufsagen, ohne einmal Luft zu holen...

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