Mittwoch, 23 August 2017

Zu Besuch an denkwürdiger Stätte

Geschrieben von: Joshi, Kategorie: SV98 Aktuell, Tags 2_Bundesliga Auswärtsspiel MSV Duisburg Saison 2017-2018 SV Darmstadt 98, Aufrufe: 1260

#MSVD98

Zu Besuch an denkwürdiger Stätte

3.Liga, Saison 2013 / 2014, 9.Spieltag, Samstag, 14. September 2013 - 14:00 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena (Duisburg) · Zuschauer: 12.700, MSV Duisburg - SV Darmstadt 98 0:4 (0:3), Torschützen: 0:1 Sailer (10.), 0:2 Stroh-Engel (17.), 0:3 Sulu (34.), 0:4 Heller (79.).
Diese nüchternen statistischen Eckdaten werden von nicht wenigen Lilien-Kennern als das Geburtsprotokoll der erfolgreichsten Mannschaft der Lilien angesehen. Die Heiner waren bis zu diesem Zeitpunkt beruhigend stabil in die Liga gestartet und waren eigentlich darauf bedacht, der Gnade des Klassenerhalts am “Grünen Tisch” gerecht zu werden. Wir alle haben noch in bester Erinnerung, welcher Wahnsinn seitdem ausgebrochen ist.

Nun, vier Jahre später, treffen die beiden Kontrahenten mal wieder aufeinander. Während der Sportverein von 1898 bekanntermaßen durch die 2.Liga stürmte und zwei Saisons die Eliteliga bereicherte, schafften die Meidericher ein Jahr in der “Zweiten” (Saison 15/15), aus der sie nach einer leidvollen Saison prompt wieder abstiegen. Aber sie sollten sich berappeln und so kommt es, dass sie als souveräner Meister der 3.Liga nun wieder dem Unterhaus angehören. Zwar konnten die Zebras die überraschenden Störche aus Kiel nur um einen Punkt auf Distanz halten, wer aber von 38 Spieltagen die Liga 32 als Tabellenführer anführt, der darf sich am Ende verdient den Meistertitel aufs Briefpapier drucken.

Und dieses mal sind die Zebras gekommen, um zu bleiben. Ziel ist es, sich in der 2.Liga zu etablieren, um mittelfristig vielleicht auch mal wieder an die Eliteliga anklopfen zu können. Im Grunde ein völlig normaler Anspruch für ein Gründungsmitglied der Bundesliga, das auf 28 Jahre in dieser zurückblicken kann. Sicherlich haben die Meidericher ihren kommenden Gegner auch als Vorbild im Hinterkopf. Die Lilien haben bewiesen, dass ein Aufsteiger, getragen von der Euphorie, den Traum des Durchmarchs verwirklichen kann.

Genau diese Erfahrung prägt den SV98, der sich deshalb auch nicht von dem Prädikat “Aufsteiger” in die Irre leiten lässt. Torsten Frings machte in der heutigen PK klar, dass er den Saisonstart des MSV als gute Leistung respektiert. Und gerade mit der Erfahrung aus dem DFB-Pokal, beim Aufsteiger Regensburg, im Hinterkopf tun die Lilien gut daran, den Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Auch wenn Medienvertreter den Chefcoach heute fragten, ob der SV98 der FC Bayern der 2.Liga sei (Unsinn! Anmerkung des Autors), beharrt Frings darauf, dass sein Team auch an der Ruhr an die Grenzen gehen muss, um etwas mitzunehmen.

Dass der MSV für Überraschungen gut sein kann, bewies er am letzten Spieltag, als man in Heidenheim den ersten Dreier verbuchen konnte und dabei einen Rückstand ummünzen konnte. Ansonsten verlor man zum Auftakt mit 0:1 in Dresden und bei der Heimpremiere kam man nicht über ein 1:1 Unentschieden gegen die Pott-Kumpels aus Bochum hinaus.
Der Sieg in Heidenheim tat dem Aufsteiger merklich gut. Im vereinseigenen “Zebra-TV” schwärmt Zebra Dompteur Ilia Gruev von der Geschlossenheit seiner Truppe. Aber er zeigt sich, wohlwissend, was da auf ihn und seine Truppe zukommt, auch tief beeindruckt vom guten Saisonstart der Heiner und gerät dabei fast ins Schwärmen, wenn er die (seiner Meinung nach) herausragenden Akteure im Kader der Lilien aufzählt.

Am Böllenfalltor hingegen ist deutlich zu spüren, dass die in den Punktspielen gezeigte Entwicklung für Selbstvertrauen und die nötige Lockerheit sorgt. Den schmachvollen Ausrutscher von Regensburg haben alle verdaut und der überzeugende Sieg gegen St.Pauli war Balsam für die Nerven, auch im Umfeld. So fahren die “Boys in blue” optimistisch in den Pott. Frings, der ohnehin stets gewinnen will, wird den Fokus darauf richten, dass seine Eleven weiterhin an der richtigen Balance zwischen Kampf und Fußballspiel arbeitet. Das eine ist die Basis und das andere kann, nein, wird im Laufe der Saison den Unterschied zur Konkurrenz ausmachen. Denn wenn diese Mannschaft mal im Wettkampf eingespielt ist, wird sie wohl in der Lage sein, die spielstärkste der Liga zu sein. Hierzu wäre es dienlich, wenn sich so langsam eine Stammformation herauskristallisiert. Personell steht dem erneuten Aufbieten der Erfolgself vom letzten Freitag nichts im Wege. Nur die beiden Langzeitverletzten Jan Rosenthal und Peter Niemeyer müssen passen..

Wie gesagt (geschrieben) wenn es dem Team gelingt, die nötige Balance zu finden, sollte dem nächsten Erfolgserlebnis nichts im Wege stehen. Was die Basis für einen möglichen goldenen September (3 Heimspiele) sein könnte. Weht auch nur ein Hauch von Regensburg durchs ehemalige Wedau-Stadion, werden die Gazetten vom Aufsteiger berichten, der dem Favoriten getrotzt hat...

 

 

 

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