Samstag, 26 August 2017

The Return of the Drama Queen

Geschrieben von: Joshi, Kategorie: SV98 Aktuell, Tags 2_Bundesliga Auswärtsspiel MSV Duisburg Saison 2017-2018 SV Darmstadt 98, Aufrufe: 1846

#MSVD98

The Return of the Drama Queen

Da ist sie wieder, die Drama liebende Seite der Lilien, der wir äußerst intensiv an einem gewissen Abend in Bielefeld begegneten und die lange treue Begleiterin war. Nur letzte Saison hielt sie sich vornehm zurück, zumindest über weite Teile. Schließlich will sie gebeten werden, man muss schon etwas dafür tun, dass sie sich zu erkennen gibt. In Duisburg war es mal wieder so weit, die ehemals auf den schönen Namen “Wedau Stadion” getaufte Spielstätte durfte die Queen in bester Form erleben.

Auch wenn die ersten 20 Minuten noch nicht erahnen ließen, was die Lilien positiv und negativ so alles darbieten würden, konnte man schon erahnen, dass das Spielgeschehen insgesamt nur von einer Mannschaft bestimmt werden sollte. Die Zebras schoben den Lilien die Favoritenrolle zu und versuchten Fehler zu provozieren.

Marvin Mehlem trifft zum 1:1So kommt es auch, dass Daniel Heuer Fernandes im Grunde nur zweimal eingreifen musste. Zuerst in der 8.Minute, bei einem eher harmlosen Kopfball von Tashschy. Und zum zweiten Mal, als er den Ball aus dem eigenen Tor holen musste (25.). Stoppelkamp hatte eine zu kurze Kopfball Rückgabe ergaunert und dem guten Fero keine Chance zu lassen. Da war er, der Startschuss für den Auftritt der Drama Queen. Der SV98 war in fast allen Belangen seinem Gegenüber voraus, musste aber einen Rückstand verdauen. Der Plan des MSV war aufgegangen, Fehler provoziert und ausgenutzt.

Das, was den Lilien bis hierhin abgegangen war, Zielstrebigkeit und der direkte Zug zum Tor musste nun in die Waagschale geworfen werden. Die Bemühungen wurden deutlich intensiviert und man konnte gut sehen, wie der Sportverein in der Lage ist, Gegner spielerisch zu beherrschen. Duisburgs Abwehr geriet ein ums andere Mal in Verlegenheit und hatte Glück, als Fabian Hollands Granate aus gut 20 Metern nur den Pfosten fand. Aber nur eine Minute später oder besser, in der direkten Folge zu dieser Szene konnte Marvin Mehlem mit seinem ersten Treffer in der 2.Liga das Spiel wieder offen gestalten (35.) Ein Treffer, der Marke “Tor des Monats”, der darüber hinaus auch noch Zeugnis ablegt, über welche technischen Fähigkeiten der junge Mann verfügt und welches Selbstvertrauen er hat.

Yannick Starks Treffer zum 1:2Aber auch der Siegtreffer durch Yannick Stark (88.) dürfte ein Kandidat zur Wahl des schönsten Tores des Monats sein. Der einzige mit Woogswasser getaufte im Team überzeugte in dieser Szene ebenfalls mit technischen Fähigkeiten, Übersicht und einer für einen Heiner untypischen Bierruhe. Auch wenn die Defense der Zebras noch versuchte den Treffer zu verhindern, in dem sie Druck auf ihn ausübten, schlenzte Yannick den Ball ins lange Eck, aus einem Winkel, den viele für unmöglich für einen Torerfolg einstufen würden.

Die letzten Minuten überstanden die Lilien dann unbeschadet. Aufgrund einer deutlichen Steigerung war der Sieg am Ende verdient. Was das alles mit der Drama Queen zutun hat? Nun,dass Duisburg von einem Sieg träumen durfte, hatte man Sirigus Fauxpas zu verdanken. Dass Duisburg von einem Unentschieden träume durfte, hatte man Kempes Fehlschuss (78.) zu verdanken, als er einen an ihm verursachten Elfer vergab. Dass Duisburg verlor, ist am Ende Ausdruck des real existierenden Qualitätsunterschieds beider Teams.

Bei aller Freude und allem berechtigten Jubel über den besten Zweitliga Saisonstart, den eine Lilienmannschaft jemals hinlegte, bleibt aber auch noch genügend übrig, an dem das Trainerteam noch arbeiten muss. Frings und Co Müller wird es nicht entgangen sein, dass speziell im ersten Durchgang das Bemühen, Fehler zu vermeiden, größer war als das Bestreben, Duisburg am eigenen Tor zu binden. Und auch, wenn man gerade zu einem Spitzenteam der Liga heranwächst, so ist derzeit die Rate der “Unforced Errors” noch zu hoch. Das sind Anmerkungen auf recht hohem Niveau, denn es ist erst der vierte Spieltag und das Team vermochte sich bisher von Spieltag zu Spieltag zu steigern. Im Vergleich zum ersten Auftritt in Kaiserslautern war das ein deutlicher Schritt in die Richtung, die sich auch ein Torsten Frings wohl vorstellt. Zu guter Letzt: Die Tabelle lügt nicht. Zwei Gegentore nach vier Spielen sprechen für sich und sieben selbst erzielte Treffer sind alles andere als ein schlechter Wert.

 

 

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