Donnerstag, 13 Februar 2014

Standortbestimmung

Geschrieben von: Joshi, Kategorie: SV98 Aktuell, Tags Jahn Regensburg Saison 2013 _ 2014 SV Darmstadt 98, Aufrufe: 402

Spiel 1 nach erreichen des offiziellen Ziels

Standortbestimmung

Als frischgebackener Drittligist der Saison 2014 / 2015 bestreiten die Lilien am Samstag ihr nächstes Heimspiel . Mann muss schon Liebhaber der extremen Negativdenkweise sein, wenn man jetzt noch daran zweifelt, dass die Lilien auch in der kommenden Saison Mitglied der dritthöchsten Liga sind. Oder ist man gar ein nicht zu rettender Optimist, wenn man am Ligaverbleib zweifelt?

Sage und schreibe vierzehn Spieltage umfasst der nun leichteste Saisonabschnitt. Befreit von allen Pflichten könnte das Team nun dem gepflegten Fußball frönen.  Wird es das tun?    

Genau dies gilt es am Samstag zu beobachten, geht das Team weiterhin so engagiert zur Sache, wie bisher? Wird nach absolvierter, selbst gesteckter Pflicht die Kür nun zum Lustwandeln mit dem Ball am Fuß? Oder geht das Kollektiv weiterhin an die Schmerzgrenze und vermittelt, wie über fast die gesamte bisherige Spielzeit, unbändigen Siegeswillen.

Viele Fragen, um deren Beantwortung man sich am Bölle drückt. Verbal zumindest. Erfolgstrainer Schuster verweist (scherzhaft?) auf das letzte Heimspiel der Saison (gegen Kiel) , könnte man bis dahin 67 Punkte aufweisen, dürfe man auch träumen. Ein versteckter Hinweis? Mist! Schon wieder eine Frage...
Der eigentlich fürs ideologische Vordenken zuständige Präsident, Fritsch, wollte sich zwar nach erreichen des selbstgesteckten Ziels bezüglich neuer Zielwünsche positionieren, scheint aber noch zu überwältigt vom Erreichten zu sein.
Und die Spieler? Die lassen sich – ganz Profi – nicht aus der Reserve locken, wünschen sich aber Fans, die träumen... Ahaaaa ;-)

Bei so vielen offenen Fragen und derart wenig verwertbaren Antworten bleibt dem neugierigen Lilienfan nichts anderes übrig, als auf die nonverbalen Antworten zu achten. Und da gibt es nur einen Parameter, den es im Blick zu halten gilt: wie tritt das Team auf? Die nächste Gelegenheit, Lilien in freier Wildbahn bei der Punktejagd zu beobachten gibt es am Samstag. Und das auch noch gegen einen unbequemen Gegner: den SSV Jahn Regensburg.

Ausgerechnet der Jahn, werden Lilienfans sagen, denen die Gnade der frühen Geburt zuteilwurde. Denn selbst in der goldenen Zeit der blau-weißen siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts waren die „Spatzen“ so etwas, wie ein Angstgegner. Bis heute schleppen Walter Bechtolds Erben eine unschöne, negative Bilanz mit sich rum. Gerade so, als wären solche merkwürdigen Eigenarten des Fußballs vererbbar, verloren die Lilien das Hinspiel glatt mit 2:0. Regensburg war an diesem Tag das Team, das den weniger schlechten Tag erwischt hatte. Eine nicht zwingend Drittliga taugliche Leistung reichte aus, um an diesem Tag desolate Lilien, durch zwei Treffer von Aosmann, zu besiegen. Dass besagter Aosman beim Kick gegen die Heiner die Hälfte seiner bisherigen Treffer erzielte, sagt fast alles über das Hinspiel aus. Aus Liliensicht wars sicherlich das schlechteste Spiel der laufenden Saison.

Beim Aufeinandertreffen am Samstag tritt der Jahn als Achter des Tableaus an, mit sechs Punkten Rückstand auf unseren Sportverein. Dass sie Achter sind ist vor allem begründet durch eine als durchwachsen zu bezeichnende Vorrunde. Aber eigentlich definieren die Bayern das Mittelfeld in dieser engen Liga. Neun Siege, sieben Unentschieden, acht Niederlagen, bei einem Torverhältnis von 35:32 ist als durchschnittlich anzusehen – das meine ich ohne jede Arroganz. Denn das Torverhältnis zeigt die zwei Gesichter der Regensburger: vorne hui, hinten pfui.

Auf Dirk Schusters Elf wird wohl ein hartes Stück Arbeit zukommen und das bisherige Prunkstück, die Defense, wird wohl gefordert sein, auch auf eigenem Acker. Fehlen wird dabei der Captain. Aytac Sulu sah beim grandiosen Punktgewinn bei der Übermannschaft der Saison die fünfte Gelbe Karte. Ärgerlich, aber nicht zu ändern. Zudem kann sich der Lilienfan auf das Kollektiv verlassen, gemeinsam wird man versuchen, die Lücke zu schließen. Am besten dadurch, dass Supergoalgetter Dominik Stroh-Engel gefüttert wird. Der darf ja wieder mitmachen, nachdem er seine Gelbsperre abgesessen hat.

Leicht wird’s nicht, das Spiel. Regensburg kommt immerhin mit der Empfehlung von fünf ungeschlagenen Spielen in Folge. Aber die Lilien setzen deren sieben in Folge entgegen.

Sollte die Heinerauswahl ähnlich kämpferisch wie vor Wochenfrist beim Klassenprimus antreten, werden die Träume der Fans weiter befeuert...

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