Dienstag, 04 September 2018

Ostalb Premierensieg

Geschrieben von: Joshi, Kategorie: SV98 Aktuell, Tags 2_Bundesliga Auswärtsspiel FC Heidenheim Saison 2018-2019 SV Darmstadt 98, Aufrufe: 231

#FCHD98

Ostalb Premierensieg

In der Pressekonferenz nach dem Spiel war Dirk Schuster anzumerken, dass er stolz auf sein Team war. Und so etwas wie Genugtuung schwang mit, als er feststellte, dass man endlich, nach langer Zeit, mal wieder in der am Schloßberg zu Heidenheim gelegenen Arena gewinnen konnte. Hier irrte der Übungsleiter allerdings, denn es war der erste Sieg an dieser Stelle überhaupt.

Besonders interessant für Nostalgiker: Dies war der 300.Sieg der Lilien in der 2.Liga. Übrigens hat Schuster mittlerweile 24 zur Statistik beigesteuert. Was nicht viel klingt ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass die aktuelle laufende Saison erst Schusters zweite im Unterhaus ist, die er vom ersten Spieltag an betreut. Zudem,l die Schuster-Siege genügten für einen Aufstieg in die Bundesliga und einen Klassenerhalt im Unterhaus. Effizienz pur.

Auch der (historische) Sieg auf der Ostalb war von Effizienz begünstigt. Gleich die erste sich bietende Chance nutzen die Heiner in der 11.Minute. Marcel Franke zimmerte eine Abwehr von Heidenheims Goalie Müller humorlos unter die Latte. Sehenswert war dabei in der Vorbereitung Fabian Hollands Übersicht, als er eine abgewehrte Ecke per Kopfball auf Tobi Kempe legte, der dann ungehindert in die Mitte flanken konnte.

Ein sehenswerter Treffer war das, der zu diesem Augenblick auch die Kräfteverhältnisse auf dem Platz korrekt wiedergab. Die Heiner dominierten den Gastgeber in dieser Phase durch unbändigen Willen und phasenweise auch mit sehenswerten Ballstafetten. Unübersehbar dabei das Bemühen One Touch Fußball zu spielen. Offensichtlich hat der Fußballlehrer Schuster sein Repertoire erweitert. Auch wenn die stabile Defensive immer noch das Fundament ist, so ist das Bemühen, den Gegner auch spielerisch zu beherrschen, unübersehbar. Auch, wenn das Team hier noch deutliche Steigerungsmöglichkeiten zu haben scheint. Denn die sich bietenden Chancen wurden teilweise zu leichtfertig verdaddelt.

Aber der Premierensieg auf der Ostalb ist zuallererst ein Erfolg des neuen (alten) Teamgeistes. Wie zu besten Zeiten der ersten Schuster Ägide ist derzeit eine Einheit zu sehen, die füreinander und miteinander dem Tagewerk nachgeht. Jeder ordnet sich dem offensichtlich funktionierenden System unter. Keiner ist sich zu schade, zu ackern, zu kämpfen und zu grätschen. Die offensiven Spieler arbeiten nach hinten mit, die defensiven nach vorne. Da sich dabei alle an die taktischen Vorgaben halten, ist zwischen den Ketten wenig Raum für (je)den Gegner, sich vors Tor zu spielen. Gehts in die andere Richtung, sorgt der kompakte Auftritt dafür, dass der ballführende Spieler fast immer einen anspielbereiten Mitspieler findet.

So verwundert es in der Nachbetrachtung kaum, dass die gastgebenden Ostäbler nicht wirklich viele hochkarätige Chancen kreieren konnten. Und es verwundert nicht, dass die Lilien in der noch jungen Saison bereits drei Liga und ein Pokalspiel ohne Gegentor gewannen. Ein Trend, der bereits in der letzten Saison begann, denn saisonübergreifend ist der SV98 so etwas wie die Mannschaft der Stunde, kein anderer aktueller Zweitligist hamsterte gleich viele Punkte. Schuster-Effekt könnte man dieses Phänomen nennen.

Neun Punkte stehen nun zu Buche, einer weniger als letzte Saison. Aber die Art und Weise, wie die Punkte eingefahren wurden ist fundamental anders, als letzte Saison. Waren damals die Lilien des Öfteren der glückliche Sieger, kommt derzeit selbst die Konkurrenz nicht umhin, den Heinern artig zu einem letztendlich verdienten Sieg zu gratulieren. Vergleicht man beide Teams, wirken die Lilien des Jahrgangs 18 / 19 reifer, strukturierter und engagierter. Dabei ist der angekündigte personelle Umbruch weitaus weniger drastisch ausgefallen, als es die Ankündigungen vermuten liesen. Und der Kader ist vordergründig weniger prominent besetzt. Vielleicht liegt hier auch ein Schlüssel des momentanen Höhenflugs, die Leistungsdichte ist hoch und der Star ist das Team. In dem aber jeder die Gelegenheit hat, sich zum Publikumsliebling hochzukämpfen. Oftmals ist auch ein einigermaßen ausgeglichenes Gehaltsniveau förderlich. Da diesem Team die vermeintlich wohlklingenden Namen mit großer Vita fehlen, dürfte es auch keine großen Ausreißer im Niveau der Entlohnung geben. Was wiederum gut für die Teamhygiene ist.

Das bisherige Fazit kann nur positiv sein. Das war ein gelungener Saisonstart, der mit einem Premierensieg bei einem unangenehmen Gegner gekrönt wurde. Dass es fürs Trainerteam aber noch viel Arbeit gibt, konnte in jedem Spiel, auch in den siegreichen, gesehen werden. Selbst in Heidenheim konnte Schuster sicherlich genügend Anregungen erhalten haben, wie er die Trainingseinheiten während der Länderspielpause inhaltlich füllen kann. Denn soll sich der Absturz der letzten Saison nicht wiederholen, gilt es nun weiterhin nachzulegen und den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Schließlich ist eine sorgenfreie Saison das Ziel und hierfür wird der Grundstein im Herbst gelegt.

 

 

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