Samstag, 27 Januar 2018

Mal wieder: Dreier auf dem Kiez nötig

Geschrieben von: Joshi, Kategorie: SV98 Aktuell, Tags 2_Bundesliga Auswärtsspiel FC StPauli Saison 2017-2018 SV Darmstadt 98, Aufrufe: 531

#FCSPD98

Mal wieder: Dreier auf dem Kiez nötig

Der letzte Ausflug zum FC St.Pauli ist den Lilienfans noch in bester Erinnerung. Am 14.12.2014 gewannen die Heiner mit 0:1 durch Fabian Hollands Treffer in der 86.Minute und legten als Aufsteiger den Grundstein zum Durchmarsch in die Bundesliga. Am kommenden Sonntag sind die Vorzeichen geringfügig anders. Als Absteiger aus der Eliteklasse befinden sich die Woogs-Kicker  als 16. des Tableaus in akuter Abstiegsgefahr. Ein ähnliches Erfolgserlebnis, wie damals, könnte dieses Mal zumindest helfen, den Klassenerhalt zu sichern.

Statistisch gesehen stehen dabei die Chancen nicht schlecht. Zwar notiert der Triumph vom Dezember 2014 als erster Liiliensieg am legendären Millerntor überhaupt, aber seitdem gewann der SV98 alle Vergleiche mit den Kiezkicker – und das sogar stets zu Null. Aller schlechten Dinge sind drei, werden sie die Hamburger motivierend in den Gameplan schreiben, um nicht ganz die Hoffnung zu verlieren.

Aber wie schaut es tatsächlich aus? Welcher der Kontrahenten hat das Momentum auf seiner Seite? Während die Lilien nach der Winterpause nur eine Halbzeit im Wettbewerbsmodus absolvierten, dank des abgebrochenen Kicks gegen Kaiserslautern, konnte der FC St.Pauli beim Auswärtsspiel in Dresden mächtig was fürs Selbstbewusstsein tun. Zwar präsentierten sich die Dynamos erschreckend schwach und wirkten noch, als wären sie noch im Winterschlaf, aber ein 1:3 auf fremden Geläuf nötigt Respekt ab. Auch Dirk Schuster merkte in der PK vor dem Spiel in Hamburg an, dass er einiges sah, was ihn beeindruckte und, dass sein Team hellwach sein müsse, um bestehen zu können.

Dabei wird er an die Offensive der Hanseaten denken. Mit Sahin, Allaqui, Bouhaddouz und dem doppelten Torschützen von Dresden, Sobota sind die Braunhemden für Zweitliga Verhältnisse nominell mehr als nur gut besetzt. Nicht umsonst träumt man rund ums Jolly Roger, der Fankneipe des FC schlechthin, vom Aufstieg. Bei sieben Punkten Rückstand auf Platz drei ist das auch durchaus legitim. Und wahrscheinlich wäre der Traum realistischer, wäre da nicht die nachgewiesene Heimschwäche des Kultclubs von der Waterkant. Erst über zwei Heimsiege (4.Spieltag, 1:0 gg. Heidenheim und 18.Spieltag, 2:1 gg. Bochum) konnten sich die Fans freuen. 15:19 Tore resultieren aus den bisher neun Heimspielen.

Vergleichsweise bescheiden lesen sich die bisher getätigten Wintertransfers des FCSP. Niemand wurde abgegeben und nur zwei Spieler wurden verpflichtet. Diamantakos floh aus Bochum an die Elbe und Therlinden wurde von der U23 von Stoke City ausgeliehen. Offensichtlich ist Trainer Markus Kauczinski, er übernahm am 1.12.2017 vom glücklosen Olaf Janßen, mit seinem Personal zufrieden.

Anders präsentiert sich da unser Sportverein von 1898. Gerade heute wurde ein weiterer Neuzugang  präsentiert. Dong-Won Ji vom FC Augsburg, seines Zeichens Südkoreanischer Nationalspieler, wurde bis Saisonende ausgeliehen. Schuster lobt ihn als offensives Multitalent, das von der „10“, bis zu rechts oder links alles spielen kann. Wieder so ein typischer Schuster-Transfer, der gerne Bundesligaspielern aus der zweiten Reihe die Gelegenheit gibt, sich zu beweisen. So wird im Falle Jis auch davon gesprochen, dass er in Augsburg nicht genügend Einsatzzeit in Aussicht habe, um sich für die kommende WM zu empfehlen. Schon kurios, welche Wege der moderne Fußball geht, Jamie Maclaren wird von den Lilien nach Edinburgh verliehen, um sich in Richtung WM zu schießen, gleichzeitig wird Ji mit dem genau gleichen Ansinnen zu Maclarens Ersatz. Na ja, der Dirk wird’s schon wissen…

Ebenso, wie er wissen wird, wie er das halbe Spiel vom Mittwoch einzuordnen hat. Positiv bewertet er zurecht die Defensive. Sowohl das Duo Sulu / Bregerie in der Innenverteidigung, als auch deren Pendants im Mittelfeld, Niemeyer / Medojevic wussten zu überzeugen. Zumindest für den ersten Leistungsnachweis im Wettbewerb, nach denkbar kurzer Pause. Auch der von Frings verpflichtete Joevin Jones konnte andeuten, zu was er zu leisten in der Lage ist, wenn er mal komplett ins Team integriert ist. Insgesamt waren in den ersten 45 Ligaminuten des Jahres bereits erfreuliche Ansätze zu sehen, auch wenn noch genügend Arbeit vor den Beteiligten liegt. Aber auch das wird Schuster gesehen haben…

Ob er die Startaufstellung umstellt und gleich Ji einsetzt? Zuzutrauen ist ihm. Denkbar wäre z.B. dass Jan Rosenthal seinen Platz räumen muss. Gegen Lautern wusste er nicht komplett zu überzeugen, geniale Momente und katastrophale Fehlpässe wechseln sich bei ihm zu oft im Sekundentakt ab. Weitere Umstellungen scheinen eher unwahrscheinlich.

Anders als vor etwas mehr als drei Jahren besuchen die Kicker vom Woog dieses Mal den Kiez nicht als Favorit. Diese Rolle haben heuer die Hamburger für sich in Anspruch genommen. Selbstbewusst drücken sie bereits im Vorfeld ihr Mitleid mir den Lilien aus. Zum Spieltag wurde ein Kunstdruck mit dem Titel „Poor Little Lilies“ aufgelegt. Schaun wir mal, wie little und poor Südhessens Stolz am Sonntag die Elbmetropole verlässt. Ein Unentschieden ist allemal drin, ein Sieg möglich, allerdings müssen dafür alle ihre nicht wenigen Profierfahrungen aufs Grün bringen und vor allem, Schusters System verinnerlichen und nicht nur als Empfehlung ansehen. Ein Dreier aufm Kiez wäre eine gute Antwort auf die Flut der Fragen, die die Hinrunde hinterlassen hat.     

 

 

 

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