Donnerstag, 15 Mai 2014

Let the Games begin

Geschrieben von: Joshi, Kategorie: SV98 Aktuell, Tags 2_Bundesliga Arminia Bielefeld Heimspiel Relegation Saison 2013 _ 2014 SV Darmstadt 98, Aufrufe: 1109

Die Residenzstadt im Uffstiechsfieber

Let the Games begin

 _Die Spannung, die über der Stadt liegt, ist förmlich greifbar. Ungefähr genau so wars bei den großen Erfolgen in den Siebzigern. Und ebenso ungefähr genau so bewahrheitet sich, dass das Warten auf den Anpfiff des ersten Spiels altchinesische Foltermethoden zu neckischen Spielereien degradiert. Ob das Team weiß, was es angerichtet hat? Zumindest ist belegt, dass Dirks Eleven genau weiß, welch historische Chance sie sich erarbeitet haben.

Denn die Kampfansagen sind selbstbewusst und fokussiert. "Wir werden ein Feuerwerk abbrennen, was es diese Saison noch nicht gegeben hat. Da können sich einige drauf gefasst machen und sich gut anschnallen" wird DSE vom HR zitiert. Ungewohnte Worte, denn vom Böllenfalltor waren diese Saison eher zurückhaltende Worte zu hören. Nun, da es um viel geht, präsentiert man sich berechtigt als selbstbewusst und angriffslustig.

Sicherlich weiß man am Böllenfalltor um die klare Rollenverteilung, also die, die in den Medien vorherrscht. Die Wettanbieter sehen Bielefeld in der Favoritenrolle, die schreibende Zunft spricht gar von einem Wunder, sollten die Lilien Arminia aus dem Unterhaus kegeln. Aber wäre der Uffstiech 2014 wirklich mirakulös und zukünftig in einem Atemzug mit dem sich teilenden Roten Meer zu nennen? Klare Antwort: nein! Die Mannschaft des SV98 entwickelte sich im Laufe der Saison zu einer echten Spitzenmannschaft der 3.Liga. Eine Liga, die in der vergangenen Spielzeit eigentlich zweigeteilt war: Die Drei vorne und dann der Rest. Meister Heidenheim, das Produkt aus Leipzig und der SV98 spielten in einer eigenen Klasse. Die Lilien pulverisierten eigentlich alle Vereinsrekorde. Dabei wurde ihnen oft genug eine Zweitliga reife Leistungen attestiert. Aytac Sulu und Benjamin Gorka belegen Platz 6 und 1 im Spieler-Ranking des Kicker und DSE ist der Rekordtorjäger der 3.Liga. Einen Außenseiter charakterisiert man anders.

Das psychologische Momentum liegt also eher auf Seiten der Südhessen, denn auf der der Ostwestfalen. Diese spielten als Aufsteiger eine Saison, die den Ausläufern des Teutoburger Walds mehr Frust, als Lust bescherte. Zwar stand das Team, das zu diesem Zeitpunkt noch von Aufstiegstrainer Krämer betreut wurde, am achten Spieltag den dritten Platz, aber von diesem Tag ging es rapide bergab. Folglich musste Krämer im Februar seinen Platz räumen, den von nun an Norbert Meier einnahm. Übrigens assistiert ihm ein alter Bekannter, Gino Lettieri, der am Bölle nicht zwingend einen guten Ruf genießt – ob berechtigt, lassen wir mal dahingestellt. Meier schaffte es aber nicht, das Abstiegsgespenst zu vertreiben. Auch wenn er in einem stabilen Schlussspurt den Sprung in die Zweitligarelegation schaffte. Sein größtes Erfolgserlebnis feierte Meier am letzten Spieltag, mit einem fulminanten Sieg bei Dynamo Dresden. Ein Grund der schlechten Saison war sicherlich, dass Torjäger Klos in der 2.Liga nicht konstant an seine Leistungen der Vorsaison, eine Etage tiefer, anschließen konnte. Wirklich überzeugen konnte er eigentlich nur in Dresden. Wobei sich die Frage stellt, ob der sächsische Absteiger ein echter Prüfstein waren.

Im Grunde stehen sich in den beiden Entscheidungsspielen zwei Teams auf Augenhöhe gegenüber, die aber eine genau gegensätzliche Performance ablieferten. Vorteil Darmstadt.

Personell kann Dirk Schuster fast aus den Vollen schöpfen. Es fehlt „nur“ Marco „Toni“ Sailer. Toni, der einen mehr als großen Anteil an der fabelhaften Saison hat, leidet noch an der Aduktorenverletzung, die er sich beim Abschlusstraining in Leipzig zugezogen hat. Vage Hoffnung besteht, dass er zum Rückspiel, am Montag in Bielefeld. Vielleicht eine gute Entscheidung, ihn bei begrenzter Einsetzbarkeit beim Auswärtsspiel einzusetzen. Quasi in der 2.Halbzeit der Relegation. Als Ersatz wird wohl Sandro Sirigu auflaufen. Der Allrounder, der das sensationellste Tor der Saison zum Sieg in Münster erzielte, wäre in vielen Teams ein gesetzter Spieler und ihn als Ersatz zu bezeichnen wird seiner Rolle nicht unbedingt gerecht.

Mit folgender Aufstellung ist zu rechnen:

Jan Zimmermann - Aaron Berzel, Aytac Sulu, Benjamin Gorka, Michael Stegmayer - Marcel Heller, Hanno Behrens, Jerome Gondorf, Milan Ivana – Dominik Stroh-Engel, Sandro Sirigu

Bielefeld wird voraussichtlich in folgender Formation antreten:

Ortega - Strifler, Burmeister, Salger, Feick - Schütz, Riese - K. Przybylko, C. Müller, Sahar – Klos

So, jetzt weisse bescheid. Schließlich gibt’s auch noch die Profis aller Medien, die über diesen Kick in einem Umfang berichten, der für unseren Verein ungewohnt ist. Dirk Schuster war diese Woche überrascht, als bei der PK anstelle der üblichen drei Medienvertreter plötzlich fünfundzwanzig zugegen waren. Diese überregionale Interesse zeigt, dass es um viel geht. Von wegen, die Lilien haben nichts zu verlieren. Wer so weit gekommen ist, der will auch den totalen Triumph!

Abschließend meine persönliche Einschätzung...

Schafft es unser Team, den Kopf frei zu haben und schaffen die Boys in blue es, die spielerische Leichtigkeit der Kantersiege gegen Rostock (6:0) und in Duisburg (0:4), mit der willensstarken Leistung des Spiels in Heidenheim (1:1), auf den Platz zu bringen, gibt’s viel zu feiern...

Wie schrieb es J.C. heute morgen?

21 Jahre Exil sind genug!


 

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