Sonntag, 11 März 2018

Keine Hoffnung mehr!

Geschrieben von: Joshi, Kategorie: SV98 Aktuell, Tags 2_Bundesliga FC Ingolstadt Heimspiel Saison 2017 - 2018 SV Darmstadt 98, Aufrufe: 683

#D98FCI

Keine Hoffnung mehr!

Nein, den Luxus Hoffnung zu haben leiste ich mir nicht mehr! Zumindest die Hoffnung, dass nach einem guten Spiel ein weiteres ähnlicher Qualität folgt. Oder die, dass ein glücklicher Sieg Auftrieb gibt und das Selbstbewusstsein aufgefrischt wird. Dieser Art der Hoffnung folgt in dieser Saison stante pede ein derber, moralischer Arschtritt. Siehe die 1.Halbzeit gegen schwächelnde Ingolstädter. Was zur Hölle hatten die elf Kicker mit der Lilie auf der Brust da vor? Wollten sie einen Nichtangriffspakt mit den Audianern aushandeln? Wir tun euch nicht weh und ihr uns nicht?

Eins muss man den „Schanzern“ auf dem Habenkonto gutschreiben, sie legten so etwas wie die „Darmstädter Tugenden“ an den Tag, zumindest boten sie ihre Interpretation an. Und sie sorgten mit dem 0:1 für einen an diesem Tag so seltenen fußballerischen Höhepunkt.  Ein einziger überraschender Pass derangierte den kompletten Defensivverbund der Heiner, so dass Leipertz wenig Mühe hatte Daniel Heuer-Fernandes zu überwinden.

Im Grunde ist dieser Gegentreffer fast symbolhaft für dieses Spiel und weite Teile der Saison. Die Lilien fallen auf eine gute Finte rein, sind aber selbst zu selten in der Lage, einmal etwas Überraschendes auf der Gegenseite zu fabrizieren. Ein solcher Rückstand tut dann sein übriges. Genau so, wie die Hoffnung ihrem unliebsamen Wegbegleiter Arschtritt schmerzhaft begegnet, genau so trifft das Team der kollektive Nackenschlag. Den Willen jedes Einzelnen kann man dabei kaum in Frage stellen. Aber beim Bemühen Fehler zu minimieren sind zu viele Spieler mit sich selbst beschäftigt. Daraus folgt ein Mannschaftsspiel, das zu leicht auszurechnen ist und den Gegner zu selten vor unlösbare Probleme stellt.

Richtig blöd ist es dann, wenn man sich in der Halbzeitpause gedanklich mit den Strohhalmen beschäftigt, die der Hoffnung Erste Hilfe leisten könnten. Freiwillig will man ja dann doch nicht ins Exil der Hoffnungslosigkeit.

Gegen den FCI wurde im zweiten Durchgang die Hoffnung gleich mehrmals durch das Team wiederbelebt. Quasi virtuell Zwangsbeatmet. Denn das Team trat nun - fast möchte man sagen - endlich entschlossener auf. Und auch wenn es im Grunde zu wenig wäre, die Hoffnung auf wenigstens ein Unentschieden meldete sich. Fabian Hollands 98% Schwalbe, die mit einem Elfmeter belohnt wurde war dann so etwas der Defibrillator der Hoffnung… Und klar, Tobi Kempe versenkte den Strafstoß souverän, so dass die Hoffnung gleich anfing Samba zu tanzen. Nicht auszudenken, welche Orgie die Hoffnung inszeniert hätte, wenn Ji kurz vor Ultimo nicht an Nyland gescheitert wäre.

Dumm ist nur, dass die Hoffnung nach dem Kick Bilanz zieht und sich mit dem Status nach dem letzten Spiel vergleicht. Das Ergebnis am Samstag? Frust! Wie wohl bei fast allen, die es mit der Lilie halten, nagte nun ein keinesfalls Samba tanzender Frust. Deswegen der Entschluss: Keine Hoffnung mehr! Sorry, Lilienkicker, der Aberglaube verbietet es, von nun an in ein Spiel mit Hoffnung zu gehen. Statistisch ging das bisher in dieser Saison stets schief. Kein Spiel mehr mit Hoffnung, aber mit der um Beachtung buhlenden Bereitschaft sich positiv überraschen zu lassen.

Bedeutet das, dass ich die Saison schon aufgegeben habe? Nein! Sogar im Gegenteil. Ich habe nur bezüglich des Saisonausgangs noch kein Substitut für den Begriff Hoffnung gefunden ...

 

 

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