Donnerstag, 28 September 2017

Duell der Duettpartner

Geschrieben von: Joshi, Kategorie: SV98 Aktuell, Tags 2_Bundesliga Auswärtsspiel FC Ingolstadt Saison 2017-21018 SV Darmstadt 98, Aufrufe: 652

#FCID98

Duell der Duettpartner

Seit der Saison 2014 / 2015 marschieren die Schanzer genannten Audistädter und die Lilien in trauter Zweisamkeit durch die Profiligen. Im Gleichschritt stieg man in die Beletage auf, tanzte zwei Saisons lang den Arrivierten auf der Nase rum, um nun wieder gemeinsam das Unterhaus zu bereichern. Und fast wie in einer Hollywood Schnulze pflegt man mittlerweile fast verwandtschaftliche Verbindungen.

In der Donaustadt gibt es nämlich mittlerweile so etwas wie eine Lilien Enklave. Romain Brégerie und Antonio Colak sind den Lilienfans noch bestens bekannt. Und der neue Chefcoach, Stefan Leitl, trug drei Jahre lang die blau-weiße Kapitänsbinde. Um ein Haar hätte es ein Wiedersehen mit Leitl gegeben. Vor ca. neun Monaten, als Norbert Meier demissioniert wurde, handelten einige den Münchener erst als Kandidat für den Cheftrainerposten, bevor dann bekannt wurde, dass Torsten Frings Leitl gerne als Co ans Bölle lotsen würde. Aus all dem wurde nichts, da der FC Ingolstadt Leitl die Freigabe verwehrte. Die Ex-Lilie ging also weiter dem Job des Trainers der zweiten Mannschaft der Schanzer nach.

Dass Leitl nun sogar zum Cheftrainer aufstieg verdankte er dem glücklosen Walpurgis. Dieser hatte zwar fast den Klassenerhalt in der Bundesliga fast noch erreicht, legte aber einen katastrophalen Start in die Zweitligasaison hin. Der von vielen als einziger Topfavorit bewertete FCI verlor gleich mal die ersten drei Spiele und etablierte sich da, wo man auf gar keinen Fall hinwollte, am Ende des Tableaus. Die üblichen Mechanismen griffen, Stefan Leitl wurde als Interimslösung präsentiert, um dann zum Cheftrainer befördert zu werden.

Mittlerweile belegen die Schanzer den 16.Platz. In der Tat ist das für einen Prominent besetzten Kader zu wenig. Aber vielleicht war der Aderlass vor der Saison dann doch gravierender als gedacht. Mit Markus Suttner, Mathew Leckie, Pascal Groß, Elias Kachunga, Lukas Hinterseer, Marcel Tisserand und Anthony Jung verließen namhafte Leistungsträger den Verein. Ein Einschnitt, der definitiv heftiger war, als der Personalwechsel bei den Lilien

So kommt es, dass die Heiner erstmals in der jüngeren Geschichte der beiden Vereine leicht favorisiert nach Oberbayern reisen, auch wenn Frings Eleven gerade nach Form verstärkender Konstanz sucht. Die letzten Spiele der Heiner legten zwar Zeugnis ihrer zweifelsohne vorhandenen Klasse ab, deckten aber auch schonungslos Schwächen auf. Aber eben weniger Schwächen als der FC Ingolstadt sich bisher leistete.

Und auch, wenn Torsten Frings voll des Lobs für den kommenden Gegner ist, so möchte er doch nicht mit leeren Händen in die (schon wieder) anstehende Länderpause gehen. Nach dem Herzinfarkt Unentschieden gegen Dresden dürfte man am Bölle mit einem Dreier liebäugeln. Was übrigens eine Premiere wäre, beim FCI gab es bisher zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Frings weiß auch, was ein Schlüssel zum Erfolg sein könnte, er indentifizierte „Sekundenschlaf“ bei Standards des Gegners. Also gilt es diese Unaufmerksamkeiten abzustellen. Gelingt es den Lilien die eigene Fehlerrate wieder zu reduzieren und schaffen sie es, sich 90 Minuten zu konzentrieren, sind sie alles andere als chancenlos gegen die Schanzer.

 

 

 

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