Montag, 31 Juli 2017

Anschauungsunterricht

Geschrieben von: Joshi, Kategorie: SV98 Aktuell, Tags 2_Bundesliga Heimspiel Saison 2017-2018 SpVgg_ Greuther Fürth SV Darmstadt 98, Aufrufe: 1137

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Anschauungsunterricht

“Willkommen in der 2.Liga” kommentierte Peter Niemeyer den ersten Heimsieg der neuen Saison. Mit diesem einen Satz fasste er den Kick gegen rustikale Fürther perfekt zusammen. Denn im Grunde zählen die drei Punkte, über das “Wie” fragt schon heute niemand mehr. Außer vielleicht Torsten Frings. Der muss qua Amt im Nachgang nämlich noch einige Unzulänglichkeiten ansprechen. Bei den Hausherren war beileibe noch nicht alles so sattelfest, wie man es sich erhofft hatte. Aber das Trainerteam konnte auch Positives in den Notizbüchern festhalten.

Klar, dass der Siegtreffer vom Captain (54.), nach Freistoßvorlage von Rückkehrer Tobi Kempe, der postive Höhepunkt des Spiels war. Das war eine Situation in Memorandum Dirk Schuster, so, wie auch die kämpferische Grundausrichtung. Der Rest des Spiels war eine Art 2.Liga Crashkurs für Liganeulinge. Greuther-Fürth, das heutzutage quasi das Unterhaus personifiziert, erteilte den Lilien mindestens 30 Minuten lang eine Lektion, wie das so läuft in der selbsternannten stärksten 2.Liga der Welt.

Das war sicherlich nicht die feinste fußballerische Klinge, die das Team vom Ronhof schlug. Aber es war grundsolide, körperlich robust und man sah, dass sie einen Plan hatten. Ein Plan, der im Grunde nur nicht aufging, weil die Boys in blue eine Prise Fortune auf ihrer Seite hatten und weil sie unter dem Strich über mehr individuelle Klasse verfügten. Als funktionierendes Ensemble konnte die Lilienauswahl nur in seltenen Szenen überzeugen. Wie schon angesprochen dominierten die Kleeblätter die erste halbe Stunde, in der die Hausherren durchaus nervös und noch nicht selbstsicher wirkten. Ein Spiel im Wettkampf ist dann doch anders, als die Friendlies der Vorbereitung. Wenn man irgendetwas an der Saisonvorbereitung anmerken kann, dann den Fakt, dass es kaum Gelegenheit gab, den eigenen Leistungsstand aussagekräftig zu testen.

Aber vielleicht gehört es zur Philosophie des Trainers Frings, die Weiterentwicklung unter Wettbewerbsbedingungen voran zu treiben. Aus dieser Sicht war Fürth sicherlich der perfekte Gegner zum Start, vor dem Tor nicht zu gefährlich, aber sie haben alle Grundtugenden des Unterhauses verinnerlicht.. In der Nachbesprechung des Spiels kann er auch stärkende Aspekte ansprechen. Es gab durchaus auch Ballstafetten, die gekonnt aussahen und die tauglich scheinen, auf die lange Strecke einer Saison den Unterschied zur Konkurrenz auszumachen.

Dass auch der Cheftrainer das Spiel zwiegespalten beurteilt lässt sein Resümee erahnen: “Freuen uns über den Sieg, auch wenn wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt.” Unter dem Strich bleibt aber die Erkenntnis, dass die Lilien ähnlich wie beim letzten Zweitliga Abenteuer das Auftaktspiel siegreich gestalten konnten. Damals wurde Sandhausen in ähnlicher Weise ebenfalls mit 1:0 niedergerungen.

Fehlt noch der Blick auf die Leistungen der Spieler, welchen ersten Eindruck haben sie hinterlassen? Angedenk der heißen Temperaturen und dem Fakt, dass die Lilien schlicht über die Maßen nervös waren, kann man den eingesetzten Kickern folgende Zeugnisse ausstellen: Das Mannschaftsspiel ist noch verbesserungswürdig. Wenn es gegen Fürth phasenweise mal klappte, konnte man einen Eindruck gewinnen, wie das Trainerteam sich die Spielweise der Lilien vorstellt. Durchweg alle Feldspieler haben in ihrer Leistung “Luft nach oben”. Das wissen sie aber auch, wie so einige Kommentare nach dem Kick verrieten. Am positivsten ist Marvin Mehlem aufgefallen, der für sein Alter eine vielversprechende Premiere hinlegte. Auf Niveau der Normalform spielte Peter Niemeyer.Ein Wort noch zu Goalie Daniel Heuer-Fernandes, an ihn und seine Interpretation des Torwartspiels müssen sich viele noch gewöhnen. Nach Jahren der konservativen Goalies steht nun ein mitspielender Torwart nicht nur zwischen den Pfosten, sondern auch weit vor ihnen. Am Samstag machte er seine Sache gut und verhinderte in der 78.Minute sogar den Ausgleichstreffer. Nichtsdestotrotz sorgte seine Spielweise für Diskussionen bei den Fans.

Jetzt gilt es den Blick auf das Spiel in Kaiserslautern zu richten. Die Lilien haben ein Date mit dem Ex...

 

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